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Superlative der Tierwelt von Daniel Mann
"Die größten Ansammlung" von Lebewesen existieren in Gartenerde. In 100 Gramm Gartenerde leben 333 Millionen Bakterien, 3,5 Millionen Algen, 333 Millionen Pilze und 100 Millionen einzellige Tiere.
Die meisten Augen hat die Libelle. Ihr Sehvermögen stützt sich auf die Leistung von 40.000 Einzelaugen, aus denen ihre beiden Linsen bestehen.
Den längsten Darm aller Tiere hat der Pottwal. Sein Darm wird 24 mal so lang wie sein Körper, das sind bis zu 650 Metern.
Die meisten Eier entläßt die Auster aus ihrem Körper. Pro Jahr scheidet sie 114 Millionen Eier aus.
Den weitesten Flug unternehmen die Küstenseeschwalben. Sie legen beim Zug in ihre Winterquartiere eine Strecke von 36000 Kilometern ohne Zwischenlandung zurück.
Das meiste Futter im Verhältnis zu ihrer Größe benötigen die Spinnen. Sie fressen täglich das 26 fache ihres Körpergewichtes.
Am langsamsten geschlechtsreif wird der Aal. Von der Geburt bis zur Fortpflanzungsfähigkeit benötigt er 22 Jahre.
Am schnellsten geschlechtsreif wird die Feldmaus. Ab dem 13. Tag nach ihrer Geburt wird sie bereits begattet.
Am längsten hungern können die Boa-Schlangen. Eine Boa aus Madagaskar nahm im Pariser Zoo 1400 Tage keine Nahrung zu sich und überlebte.
Das höchste Lebensalter unter allen Lebewesen erreichen die Bakterien. Nahe der sibirischen Stadt Irkutsk wurden lebende Bakterien gefunden, die 500 Millionen Jahre alt sind. Ihr Alter wurde durch radioaktive Messungen festgestellt.
Die meisten Nachkommen hat die Kleine Stubenfliege (Fannia canicularis). Von April bis September sorgt eine einzige dieser Fliegen für 5,6 "Billionen" Nachkommen. Der Nachwuchs dieser Fliegen und deren Nachkommen erreichen in einem Jahr das Gesamtgewicht von "8000 Tonnen".
Das größte Nest baut das Grabhuhn. Diese australischen Großfußhühner bauen Nester mit einem Durchmesser von 12 Metern und einer Höhe von über 5 Metern.
Die größten Ohren besitzt der afrikanische Elefant. Seine beiden Ohren bedecken zusammen eine Fläche von 8 Quadratmetern.
Das größte Säugetier der Erde ist der Blauwal. Er erreicht eine Länge von 33 Metern und ein Gewicht von etwa 130 Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von 1600 Menschen.
Der längste Wurm heißt Schnurwurm. Er wird bis zu 30 Meter lang.
Der größte Fresser an Land ist der afrikanische Elefant. Er vertilgt pro Tag bis zu 400 Kg pflanzlicher Nahrung.
Die erbarmungsloseste Geburtenkontrolle haben die Wanderratten. Wenn sich ein Paar früher als die anderen gefunden hat, verfolgt der Mann alle alleinstehenden Junggesellen, ob männlich oder weiblich. Er tötet in seinem Revier die Alleinstehenden, um seinen eigenen Nachkommen genügend Lebensraum zu schaffen. Seltsamerweise sterben die meisten der von dem Paar gejagten Junggesellen an Erschöpfung und weitaus weniger an körperlichen Verletzungen. Das Thema "Geburtenkontrolle" war Gegenstand eines Forschungsprojektes, das der Wissenschaftler John B. Calhoun vom National Institut of Mental Health in Amerika startete. Er siedelte 50 Ratten in einen idealen, eingezäunten Gebiet an. Unter Berechnung der Gebärfreudigkeit der Ratten sollten die Ausgesetzten innerhalb eines Jahres auf 5000 Tiere anwachsen. Durch die "Geburtenkontrolle" lebten jedoch nach zwei Jahren und drei Monaten lediglich 150 erwachsene Wanderratten in diesem Gebiet.
Die strengste Rangordnung unter den Haustieren haben die Hühner. Aufgrund ihrer körperlichen Stärke wird festgestellt, welches Huhn vor dem anderen rangiert. Den obersten Rang erreichen dabei die Hähne. Der Hahn darf zuerst ans Futter; er hat allerdings dafür die Aufgabe übernommen, die schwächeren Tiere gegenüber jeglichem Angreifer zu verteidigen. Die Rangordnung wird streng eingehalten. Falls ein Huhn eine "Ranghöhere" übergeht, wird es von allen anderen durch Hacken bestraft.
Den größten Nahrungsbedarf hat die Spitzmaus. Sie darf nicht länger als drei Stunden ohne Futter sein, sonst verhungert sie. Das hängt damit zusammen, das dieses kleine Säugetier einen sehr schnellen Stoffwechsel hat und dauernd Zufuhr braucht. Eine Spitzmaus verbringt 22 Stunden am Tag mit Fressen.
An zweiter Stelle im Nahrungsbedarf steht der Maulwurf. Bekommt ein Maulwurf 10 Stunden lang nichts zu fressen, verhungert er.
Den kürzesten Schlaf unter allen Säugetieren haben die Okapis. Okapis sind eine Waldgiraffenart, mit einer Körperhöhe von 2,20 Meter und einem Gewicht bis zu 270 Kg. Ein Okapi liegt zwar etwa 6 Stunden in der Nacht. Der Tiefschlaf - also, die Zeit, in der das Tier nichts wahrnimmt - dauert jedoch nur jeweils 30 Sekunden. Diese Situation tritt etwa 10 mal in einer nacht ein. Es bedeutet eine Gesamtschlafdauer von 5 Minuten in 24 Stunden.
Koala-Bären trinken nichts. Tatsächlich decken die Koalas ihren Flüssigkeitsbedarf beim Verzehr der von ihnen bevorzugten frischen Eukalyptus-Blätter.
Die gewaltigsten Züge von Antilopen bildeten Mitte des vorigen Jahrhunderts im südlichen Afrika die Springböcke. Man schätzt, daß sich Züge bis zu 70.000 Tieren bildeten. Die Ansammlung in der Neuzeit betragen weniger als 1000 Tiere.
Termiten werden bis zu 60 Jahren alt.
Die nützlichste Larve ist die Kaisergoldfliege. Sie gehört zur Familie der Schmeißfliegen. Die erwachsenen Fliegen legen ihre Eier in der menschlichen und tierischen Nahrung ab. So gelangen die Larven auch in eiternde Wunden und ernähren sich dort. Diese Eigenart hat sich die Medizin zunutze gemacht. Die Larven der Kaisergoldfliege werden in stark verschmutzte und eiternde Wunden gesetzt. Innerhalb weniger Stunden haben sie diese gesäubert, danach werden sie wieder entfernt. Künstliche Wundreiniger würden Entzündungen hervorrufen.
Die eigenartigste Geburtshilfe leisten die Mottenmilben. Sie gebären voll entwickelte Junge. Werden Männchen geboren, so bleiben die Neugeborenen rund um den Mutterleib sitzen, stechen diesen an und ernähren sich von dessen Säften. Erscheint jedoch ein Weibchen in der Geburtsöffnung, ziehen die Männchen die Schwester aus der Geburtsöffnung heraus. Diese Geburtshilfe wird nur weiblichen Mottenmilben gewährt. Sofort nach der Geburtshilfe wird die Schwester von den brüderlichen Geburtshelfern begattet.
Die größten Staaten bilden die Termiten. Unter den mehr als 2000 Arten dieser Insekten gibt es Völker, die 60 Millionen Einzelköpfe in einem Staat erreichen.
Die größte Ansammlung von Vögeln, war der Zug der Wandertauben in Amerika. Die Wandertauben kamen in unvorstellbaren Mengen vor. Ein 1901 beobachteter Schwarm wurde auf "2 Milliarden, 400 Millionen, 300 Tausend" (2.400.300.000) Tiere geschätzt. Die Vögel wurden von Amateur- und Berufsjägern abgeschossen. Das letzte bekannte Exemplar der Wandertauben starb am 1.09.1914 im Zoologischen Garten von Chincinnati (USA).
"Und jetzt kommt's !"
Wissenschaftler schließen jedoch nicht aus, daß in den Vereinigten Staaten noch 10 Paare brüten.
Als ich diese Zeilen gelesen hatte, viel mir nach ein paar Gedenkminuten nur ein Spruch von Albert Einstein ein. Er sagte einmal : "Es gibt zwei Dinge, die wahrscheinlich unendlich sich. - 1. Das Universum, und 2. die Dummheit der Menschen. --- Allerdings bin ich mir bei dem 1. noch nicht ganz sicher." Diesen Kommentar konnte ich mir einfach nicht verkneifen.
Der mutigste Dienstbote unter den Vögeln ist der Krokodilwächter. Dieser in Afrika und Asien lebende kleine Vogel ernährt sich im Rachen der Krokodile. Der Krokodilwächter säubert die Zähne der Echsen von Fleischresten. Es ist noch kein Fall bekannt geworden, daß ein Krokodil einen solchen Vogel gefressen hat. Der Krokodilwächter erfüllt noch eine andere Aufgabe: Falls der Echse Gefahr durch herannahende Feinde droht, warnt er die Echse durch Rufe.
Die kürzeste Lebenserwartung unter allen Vögeln hat der Stockerpel, eine Entenart in England. Die Stockerpel bilden das Hauptwild der Jäger in Großbritannien und werden vor Erreichen ihres 10. Lebensmonat geschossen. Normalerweise erreicht diese schönste männliche Stockente ein Alter von 12 Jahren.
Die kürzeste natürliche Lebenserwartung hat das Rotkelchen. Der Singvogel wird nur 12 Monate alt.
Die längste Lebenserwartung haben die Papageien. Sie können bis zu 100 Jahre alt werden.
Gefolgt werden sie von den Geiern, die ein Alter von 70 Jahren erreichen.
Nie zu trinken brauchen die Lerchen. Diese Vögel beherbergen zellulosespaltende Bakterien in ihrem Darm, die den Wasserhaushalt des Körpers regulieren.
Das größte Vogelsterben an einem einzigen Tag gab es am 2. Mai 1878 in der amerikanischen Stadt Petoskey (Kentucky). Züge von Wandertauben kreuzten auf ihren alljährlichen Wanderungen über der kleinen Stadt. Die Einwohner bewaffneten sich mit Gewehren und schossen auf die von morgens 6 Uhr bis Abends 18 Uhr über die Stadt fliegenden Tauben. Die Vögel flogen zu Millionen und so dicht, daß ein Schütze mit einer doppelläufigen Schrotflinte durch einen Schuß 70 Tauben erlegte. An diesem Tag wurden in Petroskey 1.550.000 Tauben getötet. Von den folgenden Schwärmen wurden so viele abgeschossen oder gefangen, daß vier Wochen lang jeden Tag 12500 Tauben zum Verzehr in die Großstädte gesandt wurden.
Im Jahre 1914 starb die letzte Wandertaube in einem Zoo.
Den besten Zeitsinn unter den Vögeln besitzt der Zaunkönig. Er beginnt auf die Minute genau jeden Tag zur selben Zeit zu singen.
Ein weiterer Vogel mit einem ungewöhnlichen Zeitbegriff ist das Schopfsteißhuhn aus Panama. Diese Laufvögel sind unter dem Namen "Dreistundenvögel" bekannt. Ob es Tag oder Nacht ist, alle 3 Stunden, auf die Minute genau, beginnt das Schopfsteißhuhn zu singen.
Die größten Ansammlungen von Schmetterlingen, bilden die Monarchfalter. Sie leben in Nordamerika. Jedes Frühjahr fliegen Ansammlungen von 50 bis 100 Millionen dieser Schmetterlinge (Spannweite bis 12 cm) nach Kanada und kehren im Herbst nach Florida und Kalifornien zurück.
Niemals in ihrem Leben Nahrung brauchen der Pappelschwärmer und das Abendpfauenauge. Sie fressen sich lediglich während ihres Daseins als Raupe satt. Als Schmetterling - ihr Leben währt 3 bis 4 Monate - nehmen sie keinerlei Nahrung zu sich.
Der größte Schmetterling der Welt ist ein Eulenfalter. Die Gruppe umfaßt 25000 verschiedene Schmetterlingsarten. Die in Südamerika lebende Art des Eulenfalters ist die größte. Ihre Flügelspannweite beträgt 35 cm.
Am längsten verpuppt bleibt der Gluckenfalter. Er kommt in bergigen Gebieten, besonders in den Alpen, vor. Die Puppe des Schmetterlings verbringt 7 Jahre in der Erde. Insgesamt wird der Gluckenfalter 8 Jahre alt.
Die größte Ansammlung von Fluginsekten wurde im Juni 1955 in Marokko gesichtet. Der Schwarm war 250 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Er bedeckte eine Fläche von 5500 Quadratkilometern, das entspricht 10 mal der Gesamtfläche des Bodensees.
Nach dem Überfall durch einen Heuschreckenschwarm (1890) wurden in Algerien in einem einzigen Monat 600 Milliarden Heuschreckekeneier und 1500 Milliarden frischgeschlüpfter Heuschrecken getötet. Heuschrecken werden bis zu 11 cm lang und 8 g schwer.
Am 16.Juli 1899 kreuzten die Wanderheuschrecken das Rote Meer. Die Anzahl der Insekten wurde auf 500 Milliarden Einzeltiere im Gesamtgewicht von 1 Million Tonnen geschätzt. Große Schwärme schaffen eine Tagesleistung von 20 Kilometern.
Der schnellste Flieger ist die amerikanische Hirschbremse. Sie erreicht auf einer Strecke von 50 Metern eine Geschwindigkeit von 1300 Km/h. Das erste Düsenflugzeug der Welt (die deutsche HE 176, 27.08.1939) erreichte 750 Km/h. Der Boxer Muhammed Ali hat während eines Kampfes, seine Linke im 60 cm auf 900 Km/h beschleunigt.
Das kürzeste Lebensalter haben die Eintagsfliegen. Sie leben nur 5 Stunden als Fliege. Vorher haben sie jedoch ein monatelanges Leben als Larve im Wasser geführt.
Das Herz des Blauwals wiegt eine Tonne.
Die Zunge des Blauwals wiegt fünf Tonnen.
Die größte Ansammlung unter den Fischen bilden die Dreistacheligen Stichlinge. Die nur 3 cm großen Fische kommen vor den Küsten in Schwärmen von mehr als 500 Milliarden Einzeltieren (geschätzt) vor.
Der einzige Arzt unter den Fischen ist der Billum. Der 6 bis 7 cm große Süßwasserfisch lebt in Südamerika. Die Eingeborenen Südamerikas werden sehr oft von Zecken angefallen, die sich unter die Haut bohren. Es ist für ein Arzt unmöglich, diese Zecken aus dem Körper zu entfernen, sie verursachen Entzündungen. Um Abhilfe zu schaffen, legen sich die Indianer ins flache Wasser der Flüsse. Billum-Schwaerme umkreisen den menschlichen Körper und ziehen mit ihren Zähnen die Leiber der Zecken aus den Menschen. Nach wenigen Minuten entsteigt der Indianer unverletzt dem Wasser, befreit von Zecken.
Der mörderischste Kampf innerhalb eines Körpers spielt sich im Leib des Blauhais ab. Die Blauhaie werden 6 Meter lang. Mit 2 Jahren ist das Weibchen geschlechtsreif. Die Jungen entwickeln sich im Mutterleib - 50 lebende Blauhaie. "Aber nur 2 von ihnen", etwa 60 bis 70 cm lang, kommen lebend auf die Welt. Jeweils die Schwächeren werden von den Stärkeren im Mutterleib aufgefressen. Die Geschwister sind die einzige Nahrung der Ungeborenen.
Der Lachs hat die beste Nase unter allen Fischen. Er kann seinen Heimatfluss aus einer Entfernung von mehreren 1000 Kilometern zurückriechen.
Ein Aal kann pro Tag im Durchschnitt 162 Km schwimmen. Ein markierter Aal hat innerhalb von 49 Tagen eine Strecke von 8000 Km zurückgelegt.
Der Tintenfisch hat die besten Augen unter allen Fischen. Er hat 70 Millionen Sehnerven, im Vergleich dazu, der Mensch hat 50 Millionen Sehnerven.
In den Binnengewässern Europas, leben die Flußperlmuscheln die bis zu ca. 90 Jahre alt werden können.
Die größte Perle der Welt bekam ein amerikanischer Forschungsreisender 1938 von dem Häuptling Panglima geschenkt, weil der mit Penicillin das Leben des Häuptlingssohnes gerettet hatte. Die Perle hat einen Wert von 15 Millionen Mark und ist 23 cm lang, 14 cm breit und 15 cm hoch.
Die größten Baumeister bei den Hohltieren sind die Steinkorallen. Die 2500 Arten dieser Gattungbauten in der Neuzeit Riffe vor Inseln auf und schützen das Land vor dem Wasser. Im Laufe der Entwicklung der Erde schufen die Steinkorallen gewaltige Bauwerke. Vor 200 Millionen Jahren (Trias) wurden von ihnen die Dolomiten (Italien) aufgebaut.
Die einzige vollständige Körper-Erneuerung im gesamten Tierreich existiert in der Klasse der Hydrolypen. Es sind kleine Polypen mit einem stielförmigen Rumpf und einem aufgesetzten Kopf. Der Schweitzer Forscher Abraham Trembley fing 1748 einen solchen Polypen, eine später so benannte Grüne Hydra. Er zerschnitt den Körper in mehrere Teile. Jedes dieser Teile bildete einen neuen Kopf und einen neuen Fuß.
Die größten Quallen leben in der Antarktis. Es sind die Arktische Riesenqualle und eine ihre Unterarten, die ebenfalls in den Kälteregion lebende gelbe Haarqualle. Diese Quallen erreichen einen Schirmdurchmesser von 3,60 Metern und besitzen 1200 Fangarme. Jeder einzelne dieser Fangarme kann von den Tieren auf eine Länge von 45 Metern gedehnt werden. Die einzelnen Fangarme verfügen eigenständig über ein lähmendes Gift. Die Quallen ernähren sich ausschließlich räuberisch und bilden mit Körper und Tentakeln ein kreisrundes Netz. Durch eine einzige Drehung kann eine solche Riesenqualle eine Fläche von 600 Quadratmetern innerhalb von 90 Sekunden abfischen. Innerhalb von 10 Sekunden kann sie sich wieder auf ihr Normalmaß reduzieren.
Die einzigen dressierten Würmer sind die Amerikanischen Flußplanare. Mit diesen Würmern (Länge bis 30 mm) stellte der amerikanische Wissenschaftler McConnel Versuche an. Er ließ sie jeden Tag zur Nahrungsaufnahme denselben Weg kriechen. An einer bestimmten Stelle teilte sich die Wegstrecke in einen weiß- und in einen schwarzmarkierten Gang. Gingen die Tiere den weißen Gang, bekamen sie einen leichten elektrischen Schock. Bereits nach 6 Versuchen wichen die zu den Süßwasserwürmern gehörenden Tieren an der Weggabelung sofort - ohne elektrische Weisung - in den schwarzen Gang ein. Bei der Veröffentlichung seiner Ergebnisse wurde McConnel verlacht und angefeindet. Später stellte sich die Richtigkeit seiner Forschung heraus. Er hatte bewiesen, daß in diesen Lebewesen die zum "Denken" befähigende Ribunukleinsäure (RNS) vorhanden ist. Wurde ein dressierter Wurm von einem nicht dressierten gefressen, so übertrug sich die Gedächtnisleistung auf den Jäger.
Die giftigste Fortpflanzung haben die zu den Panzergeißlern gehörenden Arten Goniaulax und Gymnodinum. Bei der Massenvermehrung dieser einzelligen Tiere dicht unter der Wasseroberfläche der Meere geben diese Einzeller ein für höhere Lebewesen gefährliches Nervengift ab. Es kommt an den Orten der Vermehrung dieser Tiere zu Fisch-, Krebs- und Muschelsterben.
Die eigenartigste Lebensbestimmung bei der Fortpflanzung gibt es unter den Goldmonaden. Zwei Arten dieser Einzeller mit dem Lateinischen Namen Rhizochrysis und Chrysarachnion vermehren sich durch Teilung. Aus dem Muttertier spalten sich zwei Tochtertiere ab. Entscheidend für die künftige Lebensweise eines jeden Tochtertieres ist der Farbkörper. Mit Hilfe dieser Chlorophyllkörper wandeln die Pflanzen anorganische Stoffe mittels Sonnenlicht in Zucker um. Das Muttertier der beiden Goldmonaden- Arten verfügt nur über einen Farbkörper. Das Tochtertier, welches diesen bekommt, ist künftig eine Pflanze, das ohne Farbkörper ist ein Tier.
Das größte Ei der Welt wurde im Mai 1979 in der Nähe der argentinischen Stadt Rosario gefunden. Von welchem Tier es stammt, ist bisher noch unbekannt. Die Länge des vollständig erhaltenen Eis beträgt 1,60 Meter, sein Durchmesser 80 cm.
Das größte Insekt, das jemals auf der Erde gelebt hat, war eine Libellenart (Meganeura). Es lebte im Carbon, einer erdgeschichtlichen Zeit, die 200 Millionen Jahre zurückliegt. Diese Libelle hatte eine Flügelspannweite von 80 Zentimetern.
Das größte Nagetier der Welt starb erst im 16. Jahrhundert aus. Es war das auf den Inseln Anguilla und St. Martin beheimatete Quemi. Das zur selben Ordnung wie die Ratten und Mäuse gehörende Tier erreichte eine Länge von 2,20 Metern und ein Gewicht von 400 Kilogramm.
Der größte Skorpion, der jemals auf der Welt existierte, war der Pterygotus. Er lebte im Wasser und erreichte eine Länge von 3 Metern. Der zu der Gruppe der Eurypterida zählende Skorpion hat im Kambrium gelebt; dieses Zeitalter liegt etwa 500 Millionen Jahre zurück.
Der schwerste Vogel, der je gelebt hat, war der Madagaskarstrauß. Dieser Laufvogel konnte ein Gewicht von 500 Kilogramm erreichen, eine halbe Tonne. Er ist vor 20000 Jahren ausgestorben.